Was Ewa Herzog herzog – oder der Sinn eines Abendkleides

Abendmode kann man haben, muss man aber nicht.

Designerin Ewa Herzog zählt zu den Lieblingen auf der Fashionweek und bei den Promis. Das beweist nicht zuletzt die ziemlich hochkarätig besetzte erste Reihe auf ihrer Show. Oder ist es doch nur einfach die PR Maschinerie, die dahinter steckt?

Nun gut, ich hatte von Frau herzog nur Gutes gehört: grandiose Abendroben, tolle Designs.
Mit dieser Idee erwartete ich meine Herzog-Premiere. Abendkleider bekam ich zu sehen, ja. Doch nach circa dem sechsten Kleid verspürte ich sehr stark den Eindruck, dass das Kleid Nr. 1 recht ähnlich war. Nun ist es zweifelsohne die Idee einer Kollektion, dass sich ein Konzept wie ein roter Faden hindurch zieht. Hier schienen mir das zum einen ein Spitzenstoff und zum anderen drei, vier Kleiderschnitte zu sein. Kurz gesagt: Ich war schnell gelangweilt und etwas enttäuscht.

Sicher, die Kleider waren wunderschön anzusehen. Ich konnte jedoch keinen wirklichen Whow-Effekt verspüren – und das hatte ich irgendwie erwartet.
Etwas verwirrten mich auch die Models. Ich hatte kurz den Eindruck in einer Ausgabe von GNTM beizuwohnen. Hatte ich doch das Gefühl zwischen applaudierenden Familienmitgliedern der Kandidatinnen gelandet zu sein, aber das kann täuschen. Was nicht täuschte, das waren eher unprofessionelle Models, die noch etwas Lauftraining gebraucht hätten. Auch das durchwachsene Größen- und Figurspektrum trug dazu bei. Nun bin ich bei weitem kein Fan von aalglatten Victoria Secret Damen oder size zero Models. Doch wenn man (eventuell mit Absicht?) keine Profis an den Start bringt, dann vielleicht konsequenter. So wirkte es leider nur unbeholfen.

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